Juni
Die Freude ist die
Schwungkraft der Seele
Reinhold Stecher
Der Juni trägt etwas Leichtes in sich, mit mehr Licht, wärmeren Temperaturen und längeren Tagen … viel einladendes um in Schwung zu kommen – innerlich und äußerlich.
Freude ist etwas sehr Schönes und Kostbares und zugleich etwas Geheimnissvolles.
Sie lässt sich nicht festhalten und schon gar nicht erzwingen. Oft begegnet sie uns gerade dann, wenn wir nicht nach ihr suchen: in einem offenen Blick, in einem guten Gespräch, in einem Moment echter Verbundenheit oder mitten in einem scheinbar ganz gewöhnlichen Tag.
Der langjährige Bischof von Innsbruck, Reinhold Stecher unterscheidet zwischen Vergnügen und Freude auf sehr feine Weise:
„Der feine Unterschied zum bloßen Vergnügen, zum seichten Amüsement,
darf nicht übersehen werden.
Das Amüsement begnügt sich mit dem Augenblick,
die Freude überstrahlt das Gestern und das Morgen.
Amüsement kann man kaufen,
Freude bekommt man eigentlich nur geschenkt.
Das Vergnügen hat etwas mit Befriedigung zu tun,
die Freude mit dem Glück.
Mit dem Amüsement lebt der Mensch ‚in sich hinein‘,
mit der Freude ‚über sich hinaus‘.
Das Vergnügen vertreibt die Zeit,
die Freude erfüllt sie.
Wenn sich das Amüsement vom Sessel erhebt,
setzt sich gleich die Langeweile drauf.
Wenn die Freude geht,
nimmt die Dankbarkeit den Platz ein.“
Es geht nicht darum, das Vergnügen geringzuschätzen. Ob es ein Stück Schokolade, ein Glas Prosecco oder ein seichter Film, auch das gehört zum Leben. Doch Freude reicht tiefer. Sie berührt etwas in uns, das bleibt. Sie klingt nach und macht innerlich weit. Freude lässt sich nicht machen, aber wir können offen für sie werden. Wir können sie wahrnehmen, wenn sie da ist und wir können sie weiterschenken. Wenn wir anderen Freude bereiten, werden wir selbst beschenkt.
Am 12. Juni lädt der Bischof Stecher-Gedächtnisverein über die Initiative Offene Herzen zum
Tag der Herzlichkeit ein.
Für uns ein schöner Anlass, dem Gedanken von Reinhold Stecher nachzuspüren. Über den Tag hinaus gilt aber die Frage:
Wie erlebe ich Freude und wem möchte ich Freude bereiten?
Viel Freudvolles wünscht
das TILO-Team
Nicht die Bedingungen die wir antreffen,
sondern die Entscheidungen die wir treffen,
machen unser Leben sinnvoll.
Viktor Frankl
Neue Wege entstehen im Gehen
das tiLO ist gewachsen und hat eine Schwester bekommen
Das Tiroler Institut für Logotherapie ist mit der Ausbildung der Lebens- und Sozialberatung, der Psychosozialen Beratung –
gewachsen. Es ist ein Ort für Ausbildung, Vertiefung und professionelle Begleitung von Menschen, die mit Sinn, Haltung und Verantwortung arbeiten
möchten. Das tiLO bleibt - mit all seiner Substanz, Klarheit und fachlichen Verankerung.
Und gleichzeitig ist aus seinen Wurzeln heraus ist etwas Neues entstanden.
Mit meilenstein IMPULSE öffnet sich der Raum in eine zusätzliche Welt:
die Welt der Wirtschaft, der Organisationen, der Führung.
Uns ist es ein wichtiges Anliegen, dass auch dort logotherapeutische Haltung gelehrt und gelebt wird: – in Entscheidungsprozessen, in Zusammenarbeit, in Verantwortung für Menschen und Zukunft.
Für uns schließt sich ein Kreis.
Mit meilenstein IMPULSE bringen wir zusammen, was uns ein Herzensanliegen ist:
wirtschaftliches Denken und Handeln und die Sinnlehre Viktor Frankls.
Entscheidungen und Haltung.
Führung und Sinn.
In den Bergen zu mir selbst
(verlängertes Fronleichnam-Wochenende)
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präsenz: Freitag und Samstag 11./12. September 2026 im Haus der Begegnung
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Uwe Böschemeyer
Und wenn Gott wäre ...
über Sinn, Zweifel und das Wagnis,
sich auf die Suche nach Gott einzulassen
Was trägt im Leben wirklich? Der Psychotherapeut Uwe Böschemeyer begibt sich auf die Suche nach einer Antwort und stößt dabei immer wieder an die Grenzen des diesseitigen Lebens. Muss man nicht, um Sinn zu finden, zunächst voraussetzen, dass es einen gibt? Und verhält es sich bei der Frage nach Gott als dem Ursprung allen Seins nicht ähnlich?
Aus seiner jahrzehntelangen therapeutischen Arbeit weiß der Autor: In unserer aufgeklärten Welt erfahren viele das Leben als begrenzt und unzulänglich. Sie sehnen sich nach einem „Mehr“, einem Urgrund, nach dem „Ganz-Anderen“ und greifen dabei, oft unbewusst, auf religiöse Symbole zurück. Vor diesem Hintergrund entfaltet Böschemeyer Aspekte des christlichen Glaubens, die dem Leben Sinn und Tiefe verleihen.
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